Sind ETFs die besseren Fonds?
Auch wenn nicht wenige Anleger aufgrund der letztjährigen Berg- und Talfahrt an den Börsen verstärkt nach sicheren Geldanlagen wie Tagesgeld suchen, sind dennoch viele Anleger nach wie vor am Aktienmarkt investiert. Oftmals ist das durch Investmentfonds (Aktienfonds) der Fall. Seit einiger Zeit wird eine bestimmte Form von Fonds immer beliebter, nämlich die so bezeichneten Exchange Trades Fonds, kurz ETFs genannt.
Es gibt einige wesentliche Unterschiede zwischen den noch relativ neuen ETFs und den bereits seit Jahrzehnten am Markt vorhandenen klassischen (Aktien-)Fonds als Geldanlage. Immer mehr Finanzexperten raten den Anlegern und Sparern sogar dazu, sich eher für ETFs statt für klassische Investmentfonds zu entscheiden, und zwar aus mehreren Gründen, die eben gleichzeitig auch die wesentlichen Unterschiede zwischen beiden Produktgruppen verdeutlichen. Ein Unterschied besteht darin, dass ETF-Fonds in der Regel an der Börse gehandelt werden, klassische Fonds hingegen nicht. Durch die Handelbarkeit an den Börsen ist jedoch etwas mehr Transparenz vorhanden, denn bei den klassischen Fonds ist die Preisfeststellung für den Anleger nicht besonders transparent und findet zudem zeitlich etwas verzögert statt.
ETF Fonds meistens günstiger und zudem oft renditestärker
Den Anleger wird aber ein ganz anderer Unterschied zwischen klassischen Fonds und den ETFs viel mehr interessieren, nämlich dass der Kauf von Exchange Traded Funds meistens mit deutlich geringeren Gebühren verbunden ist, als es bei den klassischen Fonds der Fall ist. Zudem sagen bereits einige Untersuchungen aus, dass – auch wenn es eigentlich paradox ist – die passiv gemanagten ETFs im Durchschnitt eine bessere Performance erzielen, als die aktiv gemanagten Aktienfonds. Auch in diesem Jahr scheinen die ETFs also aus mehreren Gründen die „besseren“ Fonds zu sein. Die höheren Kosten der klassischen Fonds, die vorrangig für das Fondsmanagement „ausgegeben“ werden, sind unter diesem Gesichtspunkt also nicht einmal gerechtfertig.